Rollentheorie und Spiel

Kritik:

Der sozialisationstheoretische und rollentheoretische Spielansatz stellt eine Instrumentalisierung des Spiels dar, und die Zwecke werden darin von Außen festgelegt. D. h.: Es kommt zu einer Verwechslung von Effekt und Intention des Spiels, was den eigentlichen Sinn vom Spiel ad absurdum führt. Spiel ergibt sich im spielerischen Umgang, und die Intention dazu ergibt sich aus der Freude am Spiel, die Effekte ergeben sich aus dem eigenen Umgang im Spiel und können aus diesem Grund nicht festgelegt werden. Jeder Versuch, das Ziel eines Spieles vor der spielerischen Aktivität festzulegen, boykottiert das Spiel. Natürlich kann ich mit dem Einsatz eines bestimmten Spieles eine Intention verfolgen (z. B. Förderung bestimmter Fähigkeiten und Fertigkeiten), die Effekte die sich jedoch im Spiel einstellen, kann ich vorher weder wissen noch festlegen.

Siehe hierzu das Thema Spielformen.

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